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  • Laura Deichl

Songlines & das Ersingen der Welt

Aktualisiert: 20. Feb.

Der Klang, wie auch das Träumen, ist seit jeher mit der Schöpfung der Welt verbunden. In den indigenen australischen Völkern geht man davon aus, dass die Welt nur durch immerwährendes Singen beseelt und bestehen bleibt.




In allen Dingen wohnt der Klang. Der Klang, wie auch das Träumen, ist seit jeher mit der Schöpfung der Welt verbunden. In den indigenen australischen Völkern geht man davon aus, dass die Welt nur durch immerwährendes Singen beseelt und bestehen bleibt. An den Songlines, den heiligen Gesangslinien, zogen die Menschen durch die Landschaft. Es wird den Sternen, den Bergen, der Sonne, dem Mond, den Flüssen und den Seen, den Pflanzen, den Tieren und den Felsen gesungen, sie werden quasi in die Welt gesungen, ins Dasein gezogen. Wir würden die Natur sterben lassen, weil wir ihre Lieder nicht mehr singen.


Das Singen und der Klang verschieben unser Bewusstsein, vom Tagesbewusstsein in das Traumbewusstsein. Klang ist damit auch eng mit dem Traum verbunden, ebenso mit der Seele, dem Ätherischen, dem Feinstofflichen, durch das sich geistige Impulse in die Materie manifestieren. Durch das Singen wirken wir in die feinstofflichen Gefüge unserer Umgebung hinein. Mit unserem Singen rufen wir Dinge in die Materie, gestalten das Leben.


Im rituellen Kontext kommt das schon immer mit dem Singen von Mantras, Chants und Liedern, Tönen, Trommeln oder Rasseln zum Ausdruck. So wird in den alten schamanischen Pujas schon immer gesungen, gerasselt und getrommelt. Man kennt vielleicht vor allem die Mantras aus dem Hinduismus, die nicht nur Lieder sind, sondern Klänge, Archetypen, Urbilder, die seit Tausenden von Jahren so verwendet und sich über ihren Klang in die Welt manifestieren. Auch in der nordischen und germanischen Kultur kennt man den Galdar, den Zaubergesang, Runengesang, doch hier ist viel in der Überlieferung verloren gegangen. Vor allem der Gesang der Frauen und ihrer göttlichen Energie (Shakti) wurde hier als wichtig erachtet.


Und es gibt sogar Studien, dass nicht nur Menschen das tun. Genauso wirken die Gesänge und Laute von Delfinen, Walen, Zikaden oder Vögeln in das Gewebe allen Lebens hinein, harmonisieren und laden es mit ihrem Schwingungen auf, und durchseelen damit die Natur.




Praxis


Gehe mit deiner Aufmerksamkeit in deine innere Mitte. Versuche einige Zeit lang aus dieser Mitte heraus zu tönen. Beobachte welche Töne ganz von alleine kommen, ohne mit dem Kopf eine Melodie kreieren zu wollen. Du kannst die Übung auch gerne praktizieren, während du andere Dinge erledigst, im Haushalt, bei der Arbeit, während ein Teil deiner Aufmerksamkeit immer in deiner Mitte bleibt.


Was verändert sich im Raum? Was verändert sich in dir?





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