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  • Laura Deichl

Die Sidhe, Hüter der Landschaft

Aktualisiert: 3. Mai

Die Sidhe, das irische Volk der Hügel. Die lichten Ahnen, die Hüter der Landschaft. An den alten Kultplätzen treffen wir sie oft an. In der keltischen Mythologie als Tuatha de Danan bekannt. Wie sie in der Wandelzeit wieder auf den Menschen zutreten.




Die Sidhe, das irische Volk der Hügel. Die lichten Ahnen, die Hüter der Landschaft. An den alten Kultplätzen treffen wir sie oft an. Die Sidhe (sprich: 'Schi') auch bekannt als Tuatha de Danan sind ein Volk, das in der irischen Mythologie auch als das Feenvolk eingegangen ist. Mit den der Luft zugeordneten Elementarwesen der Feen haben die Sidhe jedoch nicht viel zu tun. Vielmehr sind sie ein Volk, das gemeinsame Wurzeln mit den Menschen hat, sich aber an einem Punkt für eine parallele Evolutionsschiene entschieden hat. Die Sidhe haben sich zu einem bestimmten Zeitpunkt der Menschheitsentwicklung zurückgezogen. Sie sind nur 'quasi-inkarniert' und für uns zumindest in der physischen Welt nicht wahrnehmbar. In Irland sagt man, sie hätten sich unter die Erde, in die Hügel zurückgezogen (daher Volk der Hügel). Das ist aber eher bildlich zu verstehen, vielmehr haben sie wie in eine andere Sphäre gewechselt.



Das Volk der Danu, der großen Göttin


Die Sidhe werden auch als das Volk der großen Muttergöttin Dana, Danu oder Anu bezeichnet (Tuatha de Danan =: Volk der Danu). Danu, oder Anu, bezeichnet das fließende, wässrige Prinzip (siehe die Donau, danuvias). Die Sidhe leben immer noch in der tiefen Verbundenheit mit der Erde der matrifokalen Kulturen und haben ihre Anbindung und ihre Bewusstheit über das Gewebe allen Lebens nie verloren. Sie haben sich zu einem Zeitpunkt zurückgezogen, als sich der Mensch nach und nach in patriarchale Strukturen begeben hat. Das rationale Denken rückte als Bewusstseinszustand in der Vordergrund, dafür trat das Herzensdenken, Seelenhafte und die tiefe Erfahrung der Beseeltheit und des Verwobenseins allen Lebens zurück. Der Mensch hat sich von der Erde abgewendet, die Sidhe verblieben in Verbindung mit der Erde und der großen Göttin.



Hüter der Landschaft


Die Sidhe werden heute auch oft als die Hüter der Landschaft, oder auch die Lichten Ahnen bezeichnet. Der Begriff Ahnen hat hier nichts mit unserer eigenen Ahnenlinie zu tun, sondern meint vielmehr die Ahnen der Landschaft. Sie sind über eine unglaublich lange Zeit aufs Innigste mit einer Landschaft verbunden und hüten diese, wie auch die Anbindung an Gaia, das Erdbewusstsein, während sich der Mensch dazu entschieden hat in die vorübergehende (wenn auch über mehrere tausend Jahre anhaltende) Erfahrung der Trennung zu gehen.



Begegnung mit den Sidhe


Ich bin den Sidhe mittlerweile schon an sehr vielen verschiedenen Orten in der Landschaft begegnet. In der Wahrnehmung erscheinen sie durchaus als unglaublich lichte Wesen, die im ersten Moment schon fast einem Engel ähneln. Oft sind sie in größerer Zahl an alten matrifokalen Kultplätzen präsent - nicht nur im keltisch-irischen Raum, sonder auch bei uns. In meiner Erfahrung waren sie meist unglaublich wohlwollend, liebevoll und aufgeschlossen. Sie haben mich schon mehrmals in ihrem Kreis willkommen geheißen, mir signalisiert, ich würde zu ihnen gehören. In einer geomantischen Werkschule sind uns als Gruppe im Prozess einer Erdheilungsarbeit aber auch ein Art andere Gruppierung von Sidhe begegnet, die sehr vorsichtig in der Begegnung mit Menschen waren. Die Wurzeln dieses Misstrauens schien eine große Angst zu sein, dass der Mensch mit seinen künstlich Strukturen auch noch den Rest ihrer verbliebenen Räume zerstören könnte.



Der Weg in die Neue Zeit


Grundsätzlich nehmen allerdings, wie ich auch, mittlerweile sehr viele geomantisch, schamanisch oder ähnlich wirkende Menschen wahr, dass die Sidhe in dieser Wandelzeit versuchen, wieder auf den Menschen zuzugehen und die Begegnung und das gemeinsame Wirken suchen (wobei es hier neben den Sidhe je nach Kultur natürlich auch noch andere, sehr ähnliche Völker geben mag). Wir kommen zurück, ist die Botschaft.  So wurde John Matthew (siehe unten) übermittelt, dass einzelne Sidhe sogar wieder beginnen, sich in unserer Sphäre zu inkarnieren.


Auch der slowenische, wohl weltweit mit bekannteste Geomant und Künstler Marko Pogacnik erwähnt das Feenvolk der Sidhe in dieser Ausrichtung und spricht vor allem von ihrem Konzept der Anwa, die universelle Liebe als kosmische Kraft und Bewusstseinsmatrix, die alles durchdringt und die wir wieder für uns vereinnahmen dürfen. Anwa (dazu auch Anwa, die Liebe als Bewusstseinsmatrix) geht weit über die Liebesbeziehung zwischen zwei Menschen hinaus. Sie beschreibt die Liebe zwischen zwei Subjekten (natürlich über den Menschen hinaus noch die Pflanzen, Tiere, Flüsse, Steine, die Erde selbst eingeschlossen), aber auch das Ambiente, die Konstellation von Raum und Zeit, die diese Beziehung halten. Sie ist, was durchwebt. Anwa ist verortet im geistigen Raum, in dem sich die zwei Subjekte als eins begegenen. In dieser Begegnung kommt es im Spiegeln zu Erkenntnis, zu Wandlung.


Wir stehen als menschliches Kollektiv vielleicht gerade an einem Scheideweg. Wir können uns entscheiden, wieder mit Gaia zu gehen und dem Gewebe allen Lebens zu verbinden, alles Fragmentierte wieder zu integrieren. Oder wir entfernen uns noch weiter von ihr und lassen uns von künstliche Strukturen und Intelligenzen zerstören. Die Verbindung mit den Sidhe kann uns dabei helfen den ersten Weg zu gehen.






Praxis - In Kontakt mit den Sidhe


So kannst auch du versuchen, wieder in Kontakt mit den Sidhe, den lichten Ahnen zu treten. Vielleicht kennst du einen alten heiligen Platz, oder ansonsten einfach einen relativ unberührten Platz in der Natur. Verbinde dich mit dem Seelenhaften in dir und verbinde dich mit dem Herzen der Erde. Versuche in einen eher traum- oder trancehaften Zustand zu kommen (evtl. mit Hilfe von Trommel, Musik etc.), der sehr mit dem Seelischen, Wässrigen schwingt. Öffne dich, und schau, ob jemand oder etwas Wesenhaftes, Lichtes auf dich zutritt. Vielleicht kannst du auch in eine Art Kommunikation oder Interaktion kommen, vielleicht wird dir auch eine Aufgabe anvertraut.








Weiterführende Literatur:


Matthews, John (2021). Die Sidhe. Weisheiten des irischen Feenvolkes, empfangen aus der Anderswelt. Amra Verlag, Hanau.


Pogačnik, Marko (2022). Die Gaiakultur erschaffen. Das Visions- und Arbeitsbuch. Neue Erde, Saarbrücken.


Pogačnik, Marko (2022). Die Urkaft im Kern des menschlichen Herzens. Neue Erde, Saarbrücken










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