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  • Laura Deichl

Die Dichte im Ritual

Heute meist missverstanden oder überhaupt nicht mehr verstanden - das Ritual. Fehlt ihm die Dichte, wird es keine Kraft entfalten und bleibt reines Unterhaltungsprogramm. Über den sakralen Raum und die Dichte als Grundvoraussetzung im Ritual.




Ein Ritual braucht Dichte. Ich merke immer wieder, wie Rituale heute absolut missverstanden, beziehungsweise, vielleicht überhaupt nicht mehr verstanden werden. Ein Schlüsselmoment war wieder vor etwa zwei Wochen, flüchtig gelesen einen Beitrag auf einer sozialen Plattform über den Hype von Rauhnächten, Räuchern, Ritualarbeit. Was Nettes, das man ja schon mal machen kann, aber helfen tut es ja nicht. Wir wissen es ja besser.


Da hat jemand Ritual nicht verstanden. Ritual ist keine Liste aus einem Buch, die man abarbeitet. Keine Anleitung aus den sozialen Medien, die man abspult. Ritual ist kein Unterhaltungsprogramm, das wir konsumieren. Nichts, was man halt mal so macht. Aber wir wissen es ja besser. Wir dürfen aufpassen, in unserem rationalen Größenwahn. Im Glauben an unseren scharfen Verstand, tun wir alles ab, was wir als kleines Ich nicht erklären können. Wir haben den Sinn für das Heilige verloren. Glauben wir sind was Besseres, als diese alten Vorstellungen, diese alten Weltbilder. Das ist an der Oberfläche unseres Seins zu leben. Nicht spürend, welche unfassbare Kraft hinter diesem Tun liegt.



Der sakrale Raum


Im Ritual schaffen wir in erster Linie einen sakralen Raum. Dieser Raum zeichnet sich durch unsere reine, pure Präsenz aus, die ein Feld der Dichte schafft. Das ist Grundvoraussetzung für jedes Ritual (wie übrigens auch für jede Aufstellungsarbeit). Mit dem Öffnen dieses sakralen Raums ändert sich Grundlegendes. Wir öffnen die Tür von der Raumzeit in den Zeitraum, von der Kausalität in die Synchronizität, von der materiellen Welt in die geistige Welt. Die lineare Zeit aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft fällt zusammen, wir sind in der Gleichzeitigkeit. Damit erlauben wir, dass Dinge sich zeigen. ALLES was im Ritual passiert hat eine Bedeutung, auch wenn es auf den ersten Blick noch so unbedeutend, alltäglich erscheint. Denn das ist die Sprache des Feldes. Wir lauschen dem Feld und es antwortet.


In diesem dichten Feld können Bewegungen passieren, können Handlungen, Worte, authentisch und kraftvoll passieren. Nur so kann gesprochen werden, was gesprochen werden will. Vollzogen werden, was vollzogen werden will. Erst dann wird das Ritual von der tiefen, inneren Stimmigkeit getragen, die absolut essentiell ist ist, damit es seine Kraft entfaltet. Fehlt diese Dichte, wird ein Ritual keine Kraft entwickeln. Das Ritual bleibt reines Unterhaltungsprogramm.


Die Notwendigkeit der Präsenz gilt dabei übrigens für alle, die am Ritual teilnehmen. Je mehr Menschen mit ihrer Aufmerksamkeit abschweifen und ins Tagesbewusstsein zurückfallen (Beta-Gehirnwelle), desto mehr kippt das Feld und die Kraft geht verloren. Und umgekehrt - sind alle Beteiligten voll präsent, wird ein Ritual mit mehreren Menschen umso kraftvoller.



Bewohner zweier Welten


Wir dürfen wieder erkennen und erfahren, dass hinter der physischen Welt eine geistige liegt. Aus der wir unfassbar viel kraftvoller unsere Wünsche manifestieren können. Dinge in Heilung bringen könne. Weil wir unendlich viel mehr sind als unser rationales Ich jemals bewältigen könnte. Jemals nur irgendwie erfassen könnte.






Empfehlung: Wie wir du diesen dichten Raum erschaffen kannst, lernst du im Februar in meinem umfassenden Präsenz Tagesseminar RITUALARBEIT. 24. Februar, 10-17 Uhr, Amberg. Mehr Infos & Anmeldung hier.


































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