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  • Laura Deichl

Sakrale Orte auf den Spuren von Hildegard

Aktualisiert: 4. Juni

Eine Reise zum Rhein auf den Spuren der Universalgelehrten Hildegard von Bingen. Ein geomantisches und spirituelles Erkunden der Orte, an denen sie gelebt und gewirkt hat. Über den Disibodenberg, Kloster Sponheim, Bingen, das Kloster Eibingen und mehr.




Eine Reise zum Rhein, auf den Spuren der großen Visionärin, Äbtissin, Kräuterfrau und Universalgelehrten Hildegard von Bingen. Zu Besuch an den Orten, an denen sie gelebt und gewirkt hat, und an denen, die bis heute ihr Erbe lebendig halten. Über eine geomantische und spirituelle Reise, bei der ich dieses Mal vielmehr die Orte an mir arbeiten habe lassen als sie in die Tiefe entschlüsseln oder verstehen zu wollen. Über meine persönlichen Erkenntnisprozesse hab ich schon ein bisschen etwas geschrieben (und zwar hier), nun ein Beitrag zu den Orten selbst. Über den Disibodenberg, das Kloster Sponheim, den Rhein, das Hildegard Kloster in Eibingen und mehr, und wie deren Ortskräfte auf einer ätherischen, geistig-seelischen und spirituellen Ebene noch heute auf uns wirken und mit uns arbeiten.



Hildegard & ihre Orte


Disibodenberg


Der wohl mit bekannteste Ort, der mit Hildegard assoziiert wird, ist der Disibodenberg (im Titelbild und die folgenden Bilder). Geomantisch ein sogenannter Drachenrücken, der von der einen Seite langsam ansteigt und auf der anderen Seite steil abfällt, ist er (am Südhang wohl schon seit der römischen Zeit) bewachsen mit kultiviertem Wein, den Hildegard ja sehr schätzte. Der Disibodenberg liegt dabei genau im Zusammenfluss der Nahe und der Glan, die ihn mäandrierend umfließen, rundum mit einem weiten Blick in die Landschaft.


Hier hat Hildegard so viele Jahre gelebt und gewirkt. Von adeliger Herkunft schickten ihre Eltern Hildebert und Mechthild von Germersheim ihr zehntes Kind, Hildegard, mit 14 Jahren ins Kloster, was sich damals durchaus nur betuchte Menschen leisten konnten. Seit Kindheit war sie von ihrer Konstitution eher schwächlich und von Krankheiten geprägt. Zudem hatte sie schon in frühen Jahren Visionen, die sie aber lange für sich behielt. Ihre Eltern vertrauten die junge Hildegard der acht Jahre älteren Jutta von Spohnheim als Mentorin und Lehrerin an, mit deren Eltern sie befreundet waren. So kamen Jutta und Hildegard im Jahr 1112 auf den Disibodenberg, auf dem im 7. Jahrhundert ein irischer Mönch mit dem Namen Disibod gelebt haben soll. Nach dessen Tod entstand dort einer Pilgerstätte, die später zu einer klosterähnlichen Anlage umgebaut wurde. Einige Jahre zuvor übernahmen Benediktinermönche die Anlage, es begannen umfangreiche Baumaßnnahmen, die viele Jahre andauerten. Hildegard und Jutta verbrachten viele Jahre in der sogenannten Frauenklause, wobei heute nicht klar ist, ob die beiden wirklich eingeschlossen waren wie teilweise üblich, oder sich trotzdem im Klosterbereich frei bewegen konnten. Vom Kloster sind heute nur noch die Ruinen vorhanden, die von Hildegard Pilgern viel besucht werden.








Beim Aufstieg über einen verwunschenen und mit unglaublich vielen Heilkräutern bewachsenen Pfad und am Weinberg entlang, nehme ich das Ortsgefüge als unglaublich fein vibrierend wahr, durch und durch beseelt und lebendig. Auf einer ätherischen Ebene ist natürlich der Feueräther sehr präsent, der bei Drachenrücken immer röhrenförmig am Grat entlang nach oben läuft, und der außerdem oft geballt an alten Kultorten oder religiös-spirituell genutzten Orten zu finden ist.


Die Qualität oben zwischen den Ruinen ist für mich zum einen sehr licht und geistig. Im Bereich der alten Kirche finden sich zwei kosmische Einstrahlpunkte, einer im Altarraum und einer im Bereich der großen alten Eichen gegenüber. Zum anderen nehme ich aber auch eine riesige Öffnung in die Tiefe der Erde wahr, eine durchaus sehr erdzugewandte Qualität.


Aus geomantischer Sicht sehe ich den Berg zudem als ein Landschaftszentrum (definiert als das geistig-seelische Zentrum eines Landsschaftsholons), das ich grundsätzlich als eine große konzentrische Weitung und Öffnung, ein Pulsen in die Landschaft hinein wahrnehme. Zugleich erlaubt die Ortsqualität jedoch auch eine starke innere Zentrierung, was wohl durchaus dem entsprach, was ein Kloster zu dieser Zeit war: ein Ort der Abgeschiedenheit und Einkehr, zudem aber oft ein Ort, an dem Reisende aus weiter Ferne zu Gast waren und das Zeitgeschehen mitgewoben wurde. Auch kreuzen sich hier am Berg eine Leyline und eine Drachenlinie, was als Phänomen an alten Kultplätzen öfter zu finden ist.


Für mich ein Ort, an dem sich auf wunderbare Weise die kosmische, geistige mit der erdzugewandten, weiblichen, Qualität, der Himmel und die Erde, verbinden.








Klosterkirche Sponheim & Quellbrunnen


Das Kloster Sponheim (Bilder unten) sowie die Burg Sponheim finden wir einige Kilometer weiter. Hier ist, wo die Lehrmeisterin von Hildegard, Jutta von Sponheim, entstammt. Auch Hildegard soll hier kurzzeitig, wohl zur Vorbereitung ihrer Zeit auf dem Disibodenberg, verweilt haben. Die Klosterkirche ist weithin sichtbar. Die Qualität am Ort hat etwas Leichtes, Feuriges, Warmes, strahlt aber für mich trotzdem eine große Ruhe und Kraft aus. Am Fuße des Berges finden wir zudem einen Quellbrunnen, in alten Zeiten oft als Heiligtümer und Orte mit großer Heilkraft gehandelt.







Bingen am Rhein & Rochuskapelle


Über Bingen am Rhein, am Rupertsberg, hat Hildegard schließlich einer ihrer Visionen Gottes folgend ein eigenes Kloster gegründet. Dieses ist im dreißigjährigen Krieg vollständig zerstört worden. In Bingen selbst direkt am Rhein ist ihr heute das Museum am Strom gewidmet. Hier findet man eine wunderbare Dokumentation ihres Lebens und Wirkens, ihrer Visionen sowie einen wunderbar gestalteten Kräutergarten mit Wasserlauf, den sogenannten Hildegarten, indem man ihre liebsten Gewächse finden kann - Wermut, Dinkel, Fenchel, Diptam, Ysop, Meerrettich, Beifuß und viele mehr.


Auch die Rochuskapelle, hoch über dem Rhein im Bingener Stadtteil Kempten und ebenso wieder auf einem Drachenrücken errichtet, ist ein großer Ort der Hildegard-Verehrung. Neben dem Altarraum hängt die in Holz geschnitzte und vergoldete Szene, in der die kleine Hildegard von ihren Eltern an die Benediktinerinnen übergeben wurde. Obwohl St. Rochus geweiht, hat die Kapelle, oder vielmehr schon Kirche, für mich eine sehr weibliche Qualität. Auch hier ist die Urkraftebene, also am ehesten der rote Aspekt der Göttin, sehr präsent. Zudem hat man hier einen wunderbaren Blick auf den Rhein. Aus dieser Perspektive auf einen zuströmend, war er für mich an diesem Tag insbesondere in einer sehr kosmischen Qualität präsent, sozusagen als sein Sternenwesen (mehr dazu in Rhein, kosmisches Sternenwesen).





Rotenfels


Vielleicht kein Ort, der unmittelbar mit Hildegard verbunden ist, aber durchaus ein unglaublich kraftvoller Platz ganz in der Nähe ist der Rotenfels (Bild oben). Die gigantische rote Felswand aus Porphyr liegt direkt am Ufer der Nahe zwischen Norheim und Bad Münster. Sie ist ein Magmablock und mit 202 Metern Höhe und etwa zwei Kilometern Länge wohl die höchste Steilwand zwischen Alpen und Skandinavien.


Wie immer bei vulkanischem Gestein sind auch hier schon von unten die Urkraftebene der Erde sowie der Feueräther unglaublich präsent. Obwohl an dem Tag unseres Besuchs die Witterung zunächst eher feucht-kühl war, schienen die Steilwand schon von Weitem eine unglaubliche Hitze abzustrahlen, die beim Annähern über die Fußsohlen und Beine bis in den Unterleib aufstieg, und wie meine ganze Aura kraftvoll auffüllte. Doch zudem bewirkte sie von hier eine riesige Herzöffnung und eine Weitung und Klärung im Stirnchakra (drittes Auge). Ich ließ mich durch die Zeitschichten fallen und nahm war, wie die Ebene unter der Felswand wohl schon vor tausenden von Jahren kultisch genutzt wurde.


Oben auf dem Fels kann man mit wunderbarem Ausblick auf Wanderwegen an der gesamten Kante des Bergmassivs entlangwandern. Der ganze Fels ist Naturschutzgebiet und man findet dort seltene Pflanzen und Tiere, und durchaus Vegetation, die sonst nur im Mittelmeerraum anzutreffen ist.








Abteil St. Hildegard Eibingen & Schrein


Während sicher ist, dass Hildegard von Bingen das Kloster Rupertsberg gründete und leitete, ist umstritten welche Rolle sie für das direkt am gegenüberliegenden Ufer des Rheins liegende Kloster Eibingen spielte. Manche sagen, sie wäre Vorsteherin beider Klöster gewesen, und hätte sich daher zweimal die Woche mit dem Boot über den Rhein setzen lassen. Wahrscheinlich scheint, dass sie lediglich sehr enge Beziehungen zu dem benachbarten Kloster pflegte. Auch das alte Kloster Eibingen gibt es nicht mehr, jedoch wurde hier später ein neues erbaut. Dieses wunderschöne, im neuromanischen Stil erbaute und in herrlicher Lage in den Weinbergen und weitem Blick in die Landschaft und über dem Rhein gelegene Kloster Abtei St. Hildegard fühlt sich schon fast wie ein mediterranes Bauwerk an (Bilder oben und unten). Es ist heute das Zentrum der Pflege von Hildegards Erbe. Mit eigenem Weingut, Klosterladen und Klostercafe wird es von ihren Anhängern, die oft auf dem hier verlaufenden Hildegard Pilgerweg vorbeikommen weithin bekannt und gut besucht. Die Kirche ist, wie auch die des Kloster Beuron an der Donau im Schwarzwald, von der Beuroner Kunsthochschule gestaltet, in der stark die ägyptische und byzantinische Kunst mitschwingt.


Obwohl erst in neuerer Zeit erbaut, ist Hildegard vielleicht hier für mich am lebendigsten präsent. Es ist, wie wenn dieser Ort ihr Erbe in die neue Zeit übersetzt hätte, auf wundervolle Weise ihr altes Wissen und Wirken mit der Frequenz unserer modernen Zeit verwoben hätte.





Weiter unten im Ort Eibingen in der Wallfahrtskirche St. Hildegard findet sich schließlich der goldene Schrein, indem die Gebeine der Hildegard aufbewahrt werden. Wenn auch äußerlich nicht sehr umwerfend gestaltet (die Kirche ist eine sehr moderne in ihrer Architektur) so nimmt man am Ort Hildegard durchaus noch in wesenhafter und unglaublich lichtvoller Präsenz wahr. Ein bisschen wie die Heilige Odilia in der Grabeskapelle am Odilienberg in Frankreich (mein Bericht hier Mont Sainte Odile), nur nicht ganz so intensiv.







Sakrale Orte


Ich begab mich an den Rhein und all diese alten sakralen Orten, an denen Hildegard von Bingen gewirkt und gelebt hat, ganz bewusst auf ihrer Spur, ließ mich komplett fallen in ihre Frequenz. Las nebenbei in ihren Büchern und den Büchern über sie. Eine geomantische Reise, ohne aber versuchen zu wollen, diese Orte groß zu analysieren oder interpretieren. Ich ließ mich vielmehr von ihnen mitnehmen, ließ sie an mir arbeiten. Und es war teilweise, wie wenn sich Informationen, Lichtcodes, in mein System, meine DNA eingeschrieben haben. Erinnerungen geweckt, Wissen reaktiviert. An all diesen Orten schwingen noch heute auf einer ätherischen, geistig-seelischen und spirituellen Ebene die Kräfte der Orte, und Hildegards Präsenz, und arbeiten mit uns, wenn wir darauf einlassen.






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