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  • Laura Deichl

Die Quitte - 2 Rezepte

Die wunderbar duftende Quitte (Cydonia oblonga) ist gerade reif. Sie gehört zu den Rosengewächsen und unseren ältesten Obstsorten, und ist dabei ein altes Heilmittel. Zwei Rezepte für Quittenöl und Quittenoxymel.



Die wunderbar duftende Quitte (Cydonia oblonga) ist gerade reif. Sie gehört zu den Rosengewächsen und unseren ältesten Obstsorten, und ist dabei ein altes Heilmittel. Die Quitte enthält reichlich Schleimstoffe, daneben auch viele Gerbstoffe. Die Quitte wirkt unter anderem entzündungshemmend, adstringierend, reizmildernd, wundheilend und hustenstillend, nervenstärkend und unterstützend auf Herz und Kreislauf. Das macht sie vor allem im Winter zu einem wunderbaren Heilmittel. Sie wird unter anderem verwendet bei trockener und aufgesprungener Haut, rauen Lippen, aber auch bei Verbrennungen, Reizhusten oder Entzündungen im Mund- und Rachenraum oder Darmtrakt.


Verwenden kann man die Quitte frisch, verarbeitet zu Mus, Saft, Salbe oder Ölauszug oder auch den Auszug der Kerne. Und natürlich eignet sie sich auch kulinarisch für Gelee, Marmelade, Sirup und mehr. Hier zwei Rezepte für ein hautpflegendes Quittenöl und ein aromatisches Quittenoxymel.






Rezept - Quittenöl


100 ml Pflanzenöl (z.B. Mandelöl, Sonnenblumenöl, Jojobaöl)

Schalen von 2-3 frischen Quitten


Quitten reinigen und schälen. Die Schalen zusammen mit dem Öl in eine Schale oder einen kleinen Topf geben, und das Gefäß wiederum in ein Wasserbad setzen. Das Ganze vorsichtig erhitzen (das Wasser sollte nicht kochen). Bei mittlerer Hitze etwa 2 Stunden ziehen lassen, dabei immer wieder die Temperatur des Öls überprüfen. Abseihen und in sterile Schraubgläser und kleinen Flaschen abfüllen.


Optional kannst du nach dem Abseihen noch etwas Bienenwachs, Sheabutter oder Kakaobutter zum Aushärten zugeben (etwa 10 % der Ölmenge), so bekommst du eine Salbe oder Lippenpflege.





Rezept - Quittenoxymel


Das Oxymel ist eine uralte, aber lange in Vergessenheit geratene Methode um Kräuterauszüge herzustellen und wurde schon von Hippokrates erwähnt. Übersetzt bedeutet der Begriff einfach ‚Sauerhonig’ (oxy = sauer, mel = Honig). Schon die einfache Mischung aus Honig und Apfelessig (oxymel simplex) ist eigentlich bereits ein Heilmittel – es wirkt unter anderem entzündungshemmend, stoffwechselanregend, antibakteriell und vitalisierend.


Besonders wird das Oxymel jedoch für seine Extraktionskraft geschätzt. Die Kombination von Honig und Essig ist nach Alkohol die wohl wirksamste Methode, um Wirkstoffe aus Pflanzen zu extrahieren, und damit eine der wichtigsten Alternativen zu alkoholischen Tinkturen.


1-2 Quitten

Honig

Apfelessig

Etwa 3 Teile Honig mit 2 Teilen Apfelessig und 2 Teilen kleingeschnittenen Quitten mischen. An einem dunklen Ort für 2-3 Wochen ziehen lassen. Täglich leicht schütteln, damit sich an der Oberfläche kein Schimmel bildet. Dann abseihen. Täglich oder bei Bedarf einen Esslöffel davon mit Wasser aufgegossen genießen.





***


HINWEIS: Diese Informationen ersetzen nicht die Beratung eines Arztes, Apothekers oder Heilpraktikers. Alle erwähnten Heilpflanzen haben wissenschaftlich belegte Wirkungen oder haben ihre Tradition in der überlieferten Heilkunde und werden schon lange erfolgreich eingesetzt.










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