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  • Laura Deichl

Holunderblüten Essenz

Aktualisiert: 11. Juni

Präsent ist er dieses Jahr, der Holler. Der Holunder begleitet alle Reife- und Transformationsprozesse wie auch Übertritte in was Neues. Er weiß wann Dinge zu Ende gehen, vor allem kennt er den rechten Zeitpunkt.




Präsent ist er dieses Jahr, der Holler. Sambucus nigra, alte Heil- und Schutzpflanze. Wohl die Sakralpflanze in unserem Kulturkreis überhaupt. Engster Begleiter des Menschen, hochverehrt. Schon in seinen weißen Blüten und schwarzen Früchte spiegelt sich seine Wandlungskraft. Schwarz und weiß, Tod und Wiedergeburt. Schwellenpflanze, durch und durch. Sitz der Holla, Holle. Göttin des Todes und der Wiedergeburt. Der Holler wandelt, ein Wendebaum für Krankheiten seit Urzeiten.


Ich finde es immer spannend, welche Pflanzenwesen sich von Jahr zu Jahr besonders auffällig zeigen. Eigentlich immer spiegelt das wider, was sich gerade auf kollektiver Ebene an Prozessen vollzieht. Der Holunder hat viel mit Vervollkommnungs- und Reifungsprozessen zu tun, dem Erwachsenwerden und Verantwortung übernehmen. Dinge, die in einer inneren Arbeit zueinander und in Vollendung kommen. Doch der Holunder weiß auch, wann Dinge zu Ende gehen müssen, er begleitet Übertritte in was Neues. Seine verholzenden Äste wachsen immer zunächst gen Himmel, werden dann aber wie von der Schwerkraft der Erde angezogen und wachsen wieder Richtung Erde. Daraus enstehen seine bogenförmigen Äste, aus deren Höhepunkten wiederum neue Bögen wachsen. Wie Lebenspfade, die immer wieder in neue münden, und darin auch genommen werden wollen.


Vor allem kennt er den rechten Zeitpunkt. Überhaupt Zeit. Ein weiterer Aspekt, den ich beim Pflanzenwesen des Holunders sehr intensiv wahrnehme, ist die Zeit, die scheinbar stillzustehen scheint. Es öffnet sich wie ein Fenster der Zeitlosigkeit in der Zeit. Der Holunder unterstützt uns, wenn wie mit der kollektiven Zeit hadern. Und soll er beim Finden unserer Lebensaufgabe helfen.


Vielleicht ist er deswegen gerade so präsent. Zeigt auf, was zu Ende geht. Wandelt ins Neue. Und schiebt uns sanft dahin, wo es lang geht. Die Essenz eine wunderbare Weise, mit seinem Pflanzenwesen zu arbeiten.



Rezept - Hollerblütenessenz


Hollerblüten

Alkohol (40 % vol., bspw. Korn oder Wodka)


Die weißen Blüten von den grünen Stängeln zupfen, dabei möglichst viel Blütenstaub bewahren. In ein Schraubglas geben, zu etwa einem Drittel befüllen. Mit dem Alkhol auffüllen und für etwa 3-4 Wochen an einem relativ dunklen Ort ziehen lassen. Dabei täglich einmal durchschwenken. Abseihen und in Tinkturfläschchen abfüllen.
















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HINWEIS: Diese Informationen ersetzen nicht die Beratung eines Arztes, Apothekers oder Heilpraktikers. Alle erwähnten Heilpflanzen haben wissenschaftlich belegte Wirkungen oder haben ihre Tradition in der überlieferten Heilkunde und werden schon lange erfolgreich eingesetzt.










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