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  • Laura Deichl

Seelenräume im Allgäu

Aktualisiert: 21. Nov. 2023

Das wunderbare Allgäu mit seinen kraftvollen, heiligen Orten. Eine geomantische Forschungstour vom Alpsee über die Starzlachklamm und den Grünten, das Werdensteiner Moor, die Hinanger Wasserfälle, den Freibergsee, die Loretto Kapellen in Oberstdorf und mehr.




Das wunderbare Allgäu mit seinen Seelenräumen. In den Bergen gibt es sie noch, die wilden und unberührten, gehüteten Orte, die auf einer anderen Ebene oft als Inkarnatinonsräume, Seelenwege oder Ahnenräume dienen. Die Berge sind für den Menschen in verschiedensten Kulturen seit Urzeiten heilig und Weltenachse, die Verbindung zwischen dem Irdischen und dem Geistigem, dem Göttlichen, zwischen Raumzeit und Zeitraum. Das Oberallgäu wurde einst schon von Stefan Brönnle und Marko Pogačnik als Landschaftstempel und Inkarnationsraum konzipiert. Eine geomantische Reise durch das Allgäu mit seinen Göttinnenorten und Seelenräumen.



Berge und Steine in der Mythologie


In den verschiedensten Kulturen werden die Berge seit Urzeiten als heilig verehrt - als Träger des Numinosen, Sitz der Götter oder als Gottheiten (Apu) selbst. In den monotheistischen Religionen waren Berge oft Orte der Offenbarung, oder der Kommunkation mit Gott. Auch in den östlichen spirituellen Traditionen wie dem Daoismus, dem Shintoismus oder dem Buddhismus sind bestimmte Berge heute noch heilig - ob physisch oder mythologisch. Meru, Kailash, Omei, Fuji-no-yama, Gunung Agung, Adams Peak. Sie sind Weltenachsen, Himmelsäulen, die Verbindung zur göttlichen Sphäre. Auch im vorchristlichen Europa gibt es Zeugnisse der Heiligkeit von Berg und Stein. Menhire und Steinkreise wie Stonehenge dienten nicht nur als Kalender, sondern waren auch Weltenachsen, beziehungsweise, schufen Portale zur Anderswelt.


Als Symbol der Ewigkeit waren der Berg, wie der Stein, seit jeher auch mit dem immerwährenden Zyklus aus Leben, Tod und Wiedergeburt verbunden. Die Berge waren mythische Jenseitsreiche. Bestimmte Bergformen wurden in frühen Kulturen als Verkörperung der Muttergottheit gesehen. Ahnenhäuser und Gräber wurden als eine Rückkehr in den Schoß der Großen Göttin gestaltet (regressus ad uterum). Auch vom Menschen geschaffene 'Weltenberge', wie die Pyramiden in Ägypten oder die indischen Stupas sind Orte und Urbilder von Tod und Wiedergeburt, Inkarnation und Exkarnation. Die Berge sind, wo sich Erde und Himmel, Geist und Materie, Diesseits und Jenseits, Zeitraum und Raumzeit, Mensch und Gott berühren.



Das Allgäu und seine Orte


Bühl am Alpsee


In Bühl am Alpsee stehen auf einer kleinen Anhöhe direkt am Wasser zwei Kirchen, eine davon zweistöckig. In diesen drei Räumen findet man jeweils einen Göttinnenfokus - schwarz, weiß und rot. Das untere Stockwerk von Sankt Stephan mit der Heilig Grab Kapelle und dem schwarzen Göttinnenfokus ist im Äußeren eher düster, hat jedoch in der innere Wahrnehmung eine unglaublich lichte, feine und sehr weite Qualität. Die Loretto Gnadenkapelle mit der angebauten Anna Kapelle nebenan mit rotem Göttinnenfokus trägt stark die Urkraftebene, die sich insbesondere nochmal in den eher ungewöhnlichen Marienbildern widerspiegelt. An der Decke gibt es zudem ein wunderbares Bild der Schlange am Weltenbaum. Im oberem Stockwerk von Sankt Stephan selbst finden wir schließlich einen weißen Göttinnenfokus.








Starzlachklamm


Die Starzlachklamm ist ein wunderbarer Ort am Grünten, erreichbar über den kleinen Ort Winkel. Hier bahnt sich im Phyischen die Starzlach als Fluss ihren Weg. Aber auch auf der feinstofflichen und geistig-seelischen Ebene ist die Klamm so etwas wie ein Inkarnationsweg für Seelen. Schon im unteren Bereich am Ausgang der Klamm wirkt das Tal unfassbar beseelt und lichtvoll, und mit seinen Weiden im Flussbett gleichzeitig wie eine eigene Spähre, jenseits von dieser irdischen Welt (siehe Titelbild). Im untersten Becken (Bild unten) nehme ich wie eine große Blase wahr, die über dem Bereich schwebt, sowie etwas, das von oben hereinkommt. Ein Stück weiter oben noch, fällt die Starzlach in ein Becken, das zum einen fast die Form einer Mandorla oder Vulva hat, zum anderen erinnert das schalenförmige Gestein am Rand tatsächlich an ein weiblichen Beckenknochen. Dabei nehme ich einen kraftvollen Strom von unten wahr - eine Urkaft, die sich wie an die von oben ankommenden Seelen andockt. Ganz oben wirkt die Klamm schließlich unglaublich lichtvoll, fast wie ein Portal zum Geistigen.






Freibergsee


Der Freibergsee über Oberstdorf ist einer der Orte, die mich am meisten berührt haben. An einem diesigen, aber unglaublich milden Oktoberabend saßen wir hier in absoluter Stille und Einsamkeit am spiegelglatten Wasser. Die Stille war nur durchwebt von den Klängen der Kuhglocken am Berg, die aber in diesem Kontext fast ätherisch und jenseits von dieser Welt wirkten. Als Inkarnationsraum ist der ganze kesselförmige Bereich, umrundet von den Berghängen, unglaublich beseelt und unfassbar dicht. Auf einer geistigen Ebene mutet der Raum fast trubelig an, ein reges Treiben von Seelen. Ich habe das innere Bild von zwei Schalen die sich ineinander stülpen - Gold in Silber, Fäden die sich ineinander weben. Getragen vom Klanggewebe am Ort. Wie ein Kosmos, eine Sphäre, die wenig mit ihrer Umgebung zu tun hat.





Loretto Kapellen Oberstdorf


Fast spiegelbildlich zu den drei Kapellen in Bühl, gibt es auch am südlichen Rand von Oberstorf drei Lorettokapellen mit schwarzen, rotem und weißem Göttinnenfokus. Wieder durchaus außergewöhnlich, denn die drei Kapelle stehen am Wegrand quasi direkt nebeneinander. Die weiße ist unglaublich licht und vibrierend in ihrer Qualität (siehe Fotos unten), die geistige Ebene ist dabei sehr dominant. Die rote Kapelle trägt wieder stark die Urkraftebene. Die schwarze Kapelle war bei unserem Besuch wegen Restauration gesperrt, in ihrer Wahrnehmung von außen geht sie jedoch unglaublich in die Tiefe - hat die Wandlungskraft der schwarzen Göttin.







Werdensteiner Moor


Im Werdensteiner Moor habe ich vor allem das Wesen des Moors von Beginn an unglaublich präsent wahrgenommen, ruhig, sanft und liebevoll. Moore sind grundsätzlich auf einer ätherischen Ebene sehr stark von Feuerprozessen geprägt, aber natürlich ist auch das Wasser sehr präsent. Für mich eine unglaublich schöne Balance zwischen Feueräther und Wasseräther - die für sich genommen in höherem Maße oft anstrengend sind. Aber auch der Luftäther ist im Werdensteiner Moor sehr präsent - im Physischen vor allem durch die vielen Birken verkörpert. In meiner Wahrnehmung war vor allem die vitalenergetische Ebene sehr präsent. Zum einen in den Naturwesen, zum anderen in den Transformations- und Wandlungsprozessen, die ich in der Tiefe sehr stark wahrgenommen habe.







Hinanger Wasserfälle


Die Hinanger Wasserfälle sind wohl einer meiner persönlichen Favoriten. Schon von unten an nahm ich eine unglaublich feine, lichtvolle und beseelte Qualität wahr, wie Seelenwasser. Vor allem die vitalenergetische und emotionale Ebene waren für mich sehr präsent. Der große Wasserfall ganz oben ist unfassbar schön. Das Wasser stürzt hier aus einer schlangenförmigen Öffnung in die Tiefe - die mir schon fast wie die kosmische Schlange vorkam. Da der Fluss oberhalb des großen Wasserfalls noch eine ganz andere Qualität hat, kommt es mir fast vor, also diene die 'Schlange' als eine Art kosmischer Filter, für eine Programmierung, die an dieser Stelle auf das Wasser aufgespielt wird.





Neben dem Hauptwasserfall läuft das Wasser daneben noch direkt aus dem Tuffgestein heraus über den moosbewachsenen Felsen, und bringt damit nochmal einen ganz eigenen Klang herein. Im Becken selbst ist ein Göttinnenfokus und Gaiaportal, ein Portal zum Erdbewusstsein. Die Felsen am Rand fallen in Kaskaden ab und haben fast die Form von Dracheneier. Auf der linken Seite ist der Fels schalenförmig ausgespült und sieht fast wie ein Taufbecken aus. Das Becken und das ganze Feld des Wasserfalls tragen für mich die absolute Heilfrequenz, die alles Gebundene und allen Schmerz in Geistige ziehen kann. Ein durch und durch heiliger Ort.





Seelenzeiten, Seelenräume


Das Allgäu mit seinen Seelenräumen. Mit seinen heiligen Orten, an denen sich Geist und Materie berühren, an denen die geistige Ebene ein Stück weit in die physische Ebene hereinfällt. Und an denen Zeit öfter mal gefühlt Geschwindigkeit und Richtung ändert, sich kreisförmig von innen nach außen ausbreitet, aus sich herausstülpt - statt linear zu fließen. Neben seiner unfassbaren Schönheit im Außen auch so unglaublich beseelt und durchgeistigt im Innen.






Empfehlung: Mehr Infos zu meiner geomantischen Beratung findest du hier.




Weiterführende Literatur:


Brönnle, Stefan (2010). Heiliger Raum. Sakrale Architektur und die Schaffung 'Heiliger Räume' heute. Neue Erde, Saarbrücken.


LaChapelle, Dolores (2013). Weisheit der Erde. Von der Erde lernen, heißt Leben lernen. 1. Auflage der Neubearbeitung von 2013. Neue Erde, Saarbrücken.


Pogačnik, Marko (2011). Synchrone Welten. Geomantie des zwölfdimensionalen Lebensraums. AT Verlag, Aarau und München.

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