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  • Laura Deichl

Eine Reise zum Rhein, Hildegard & Schwellenzeit

Zurück von einer Reise zum Rhein und den Orten, an denen die große Hildegard von Bingen gelebt und gewirkt hat. Die große Mystikerin, Visionärin und Kräuterfrau. Über Medizin, die wir von Reisen nach Hause bringen, und warum wir jetzt PionierInnen brauchen.



 

Nichts mitgenommen, was Dir nicht mehr dient.

 

Alles neu. Groß, groß, groß. Gerade zurück von einer Reise zum Rhein und den Orten, an denen die große Hildegard von Bingen gelebt und gewirkt hat. Die große Mystikerin, Visionärin und Kräuterfrau. Pionierin ihrer Zeit. Ihrer Spur gefolgt, in ihre Frequenz hineinbegeben. Öffnung, unermesslich. Nie zuvor meine Kraft so klar, meine Ausrichtung so fokussiert wie jetzt. So viel bewegt, was ins Feld möchte.


Wenn wir uns zu einer Reise aufmachen, kommen wir immer als jemand Neues zurück. Allein dadurch, dass wir uns für eine Zeit in eine andere Umgebung begeben, in anderen Koordinaten verorten, richten wir uns neu aus. Nicht mehr Dienliches geht, Neues fällt in uns rein. Und oft merken wir erst zurück zuhause, wie neu wir sind. Die Medizin, die wir mitbringen, wenn wir wieder nach Hause kommen, ist groß. Jedes Mal. Und darf gut integriert werden.


Hier meine Reise etwas aufgefädelt, zumindest anfänglich. Über eine Reise zum Rhein, zwei große Frauen, über Initiationswege, die uns auf unbequemste Weise in ein neues Sein katapultieren, das Lebendige Licht und was diese Schwellenzeit von uns erbarmungslos fordert.



Nichts mitgenommen

 

Wer in meinen Feldern ist, hat vielleicht mitbekommen, dass ich selbst über die letzten Wochen und Monate einen unglaublichen Initiationsweg durchlaufen hab. In dem mich das Leben aufgefordert hat, alles abzugeben, was ausgedient hat. Ohne hier tiefer reinzugehen, aber doch eine kleine Anekdote, die wie die Essenz des Ganzen wirkt. Kurz bevor ich aufgebrochen bin, hab ich mein Handy ins Wasser fallen lassen, wobei ich natürlich seit drei Jahren keine Daten mehr gesichert hatte, inklusive aller Fotos, beruflich wie privat. In solchen Momenten fühlt man sich zurückgeworfen auf sein reines Sein. Es sind die Momente, wenn die Geschichte, über die wir uns definieren, dokumentiert in Worten, Fotos, Erzählungen, wie von uns genommen wird. 'Wir sind der und die, weil wir das und das erlebt haben' löst sich auf. Und die Botschaft meiner Spirits im Kontext der ganzen letzten Wochen war klar:


Zurückgeworfen auf Dein reines Sein.

Nichts mitgenommen, was Dir nicht mehr dient.

Alles ist da, was Du brauchst.

Und war es schon immer.


Und tatsächlich auch folgendes:


Die Schlange kommt zu Deiner Hilfe.

Erwarte sie.

Morgen um diese Zeit

wird sie Dir alles wiederbringen,

was Du fortan brauchst.


Die Schlange war schon in den ganzen letzten Wochen und Monaten unglaublich präsent in meinen Prozessen. Sie hat sich immer wieder gezeigt, in den verschiedensten Facetten. Die Schlange, altes Symbol für Transformation und Wandlung, wie sie immer wieder ihre Haut abstreift und in ein neues Sein wechselt. Erdzugewandet, in der Erde, durch die Erde. Zudem Bewusstseinssymbol, und Symbol für Weisheit und die urweibliche Kraft. Sie, die eine unglaubliche Heilkraft hat.


Nun war am nächsten Tag zur gleichen Zeit die Schlange energetisch voll präsent. Auf der physischen Ebene kam zudem tatsächlich genau zugleich, spät am Abend, mein Schwager vorbei und brachte mir ein neues Handy. Natürlich leer. Ein, zwei Tage später stellte sich heraus, dass ich meine Daten wohl nicht wiederherstellen kann. Alles, wovon die Spirits meinen, was ich fortan brauche, ist anscheinend ein leeres Handy. Alle Geschichten, Überzeugungen, Konzepte von mir genommen, reines Sein.


Es ist das, was ich auch gerade unglaublich intensiv als Prozess im Kollektivfeld wahrnehme. Letztendlich sind wir immer nur Spiegel von dem, was wir im Außen wahrnehmen. Altes muss gehen, nicht mehr dienliche Strukturen aufgebrochen werden. Gerade mit aller Gewalt, erbarmungslos.


 

Hildegard & der Rhein

 

So fuhr ich also zum Rhein. Dorthin, wo Hildegard von Bingen, die großen Kräuterfrau, aber viel mehr noch, Mystikerin, Visionärin, Pionierin ihrer Zeit, gelebt und gewirkt hat. Ich begab mich bewusst auf ihre Spur, ließ mich komplett fallen, in ihre Frequenz. Begab mich an ihre Orte (mehr zu ihr und ihren Orte hier in Kürze) und ließ sie an mir arbeiten. Manchmal fühlte es sich an, wie Lichtcodes, die in mein System, meine DNA eingeschrieben wurden. Erinnerungen geweckt, Wissen reaktiviert. Besuchte die Kirche mit ihrem Schrein, wo sie durchaus noch wesenhaft präsent ist. Las in ihren Büchern und den Büchern über sie, ging in das ihr gewidmete Museum und den Kräuter 'Hildegarten'.


 

Pionierinnen ihrer Zeit

 

Hildegard erinnerte mich in vielen Aspekten an die heilige Odilia, die am heiligen Odilienberg im Elsass in Frankreich wirkte, wo ich ziemlich genau ein Jahr zuvor für eine intensive Initiationswoche war (mehr dazu hier). Beide gründeten Klöster auf Bergen, die mit Sicherheit schon viel ältere Kultstätten waren. Beide sind die eng mit der Symbolik des Auges - für das Bewusstsein, das Wissen, das visionäre Sehen verbunden. Und beide waren sie Pionierinnen ihrer Zeit. Sie kannten ihren Weg und gingen ihn, entgegen aller Widrigkeiten im Außen. WirkMächtig.


So folgte Hildegard immer dem, was ihr Gott als das Lebendige Licht zeigte. Meist führte sie dieses Licht auf Wege, die durch und durch dem widersprachen, was gesellschaftliche oder machtpolitische Erwartungen der Einflussreichen und Mächtigen ihrer Zeit sowie ihrer Vorgesetzten waren. Manchmal versuchte sie sich noch eine Zeit lang ihrem inneren Impulsen zu widersetzen, doch wurde sie jedes Mal schwer krank, und musste schließlich doch folgen. Sie verkehrte mit den Großen, wie Friedrich Barbarossa und dem Papst, und redete ihnen ins Gewissen, um den Sittenverfall der Zeit aufzuhalten. Sie führte die Mächtigen in eine Neue Zeit - und wusste dennoch, was dorthin mitgenommen werden muss.


Denn ebenso wie sie ihrer Zeit voraus und Pionierinnen waren, waren sich Hildegard wie auch Odilia, denke ich, etwas anderem bewusst. Dass es Dinge gibt, die weitergetragen werden müssen. UrWissen. Ordnung, der göttliche Plan. Schöpfungsstrukturen.

 


Was von uns gerade gefordert ist


Ich denke, Frauen wie Hildegard oder Odilia zeigen sich als Spirits, Urbilder, Archetypen gerade so präsent, weil wir als menschliches Kollektiv wieder an einer ähnlichen, oder viel größeren Schwelle stehen, wie sie damals. Die Zeit des bequemen Mitlaufens und der Unbewusstheit ist vorbei. Wenn wir das tun, werden wir in Kürze nicht mehr das lebendige Menschsein leben können, wie es immer schon gedacht war. Wir werden zu technischen Robotern, die nichts mehr hinterfragen und völlig abgekoppelt sind, vom Gewebe allen Lebens.


Wir müssen uns wieder an das Lebendige Licht ankoppeln. Das uns durchs Leben führt. Wir müssen uns gewahr sein, an was für einer Schwelle der Menschheitsentwicklung wir gerade stehen. Jeder und jede Einzelne von uns ist gefordert, mit voller Bewusstsein, mit größter Klarheit und offenen Augen, mit absolutem Gewahrsein zu entscheiden, wohin wir gehen, was wir dorthin mitbringen wollen. Und was nicht.


Und notwendigerweise mit allen alten Strukturen brechen, die uns zurückhalten oder und etwas anderes suggerieren wollen.


Auch Du. Nichts mitgenommen, was Dir nicht mehr dient. Jetzt.



 

Neue Räume dazu bald. Ein Seminar zu Leben, Spiritualität und Visionen, Kräuterkunde und Ernährungslehre sowie den Rezepturen der Hildegard von Bingen am 13. Juli im LAWENDLS Schwandorf.

 


Alles Liebe

Laura








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