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  • Laura Deichl

Das Lungenkraut

So blüht es wieder, das Lungenkraut - auch genannt Hänsel und Gretel mit seinen rosa und violettblauen Blüten. Schon von Hildegard von Bingen als Heilpflanze bei Lungenleiden eingesetzt, schenkt es uns in seinem Wesen auch innere Stärke und Zuversicht.




Das Lungenkraut - Hänsel und Gretel, wie es auch genannt wird, vielleicht wegen seiner schönen Blüten in rosa und violettblau. Gerade beginnt es wieder zu blühen in den Wäldern. Als alte Heilpflanze erstmals bei Hildegard von Bingen, aber auch auch bei Paracelsus und Pfarrer Kneipp erwähnt, wird es vor allem bei Lungen- und Bronchialleiden, tiefsitzendem Husten und Heiserkeit, aber auch bei Durchfall, Hautleiden oder Augenentzündungen eingesetzt. Etymologisch leitet sich sein Name vom Lateinischen pulmo, der Lunge ab. In seinem Wesen in meiner Wahrnehmung eine sehr sanfte Pflanze, die uns aber mit Bestimmtheit in die richtige Richtung führt und jegliche Zweifel an der eigenen Stärke (die ja eng mit der Lunge assoziiert ist) fallen lässt. Violett ist unter anderem die Farbe der Traurigkeit und Melancholie. Hier bringt uns das Lungenkraut, wie ich fühle, in eine innere Resilienz und verleiht uns wieder eine klare Sicht, die uns Dinge in ihrem größeren Kontext betrachten lässt statt uns im Kleinen zu verlieren.



Botanik


Das Echte Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) gehört zu den Raublattgewächsen (Borginaceae). Im Volksmund unter anderem auch Hänsel und Gretel, Brunneschlüsseli, Fleckenkraut, Lungenwurz oder Waldochsenzungen genannt, wächst es im Frühjahr mit seinen rauhaarigen, fast herzförmigen, silbrigen, manchmal weiß gefleckten Blättern in schattigen Laubwäldern, in Gebüschen und uan Wegrändern. Die mehrjährige, krautige Pflanze wird bis zu 30 cm groß und ist eine Zeigerpflanze für lehmige Böden. Die Blüten im März und April sind erst rötlich-rosa und werden violett-blau, sobald sie bestäubt wurden (das liegt am sich ändernden ph-Wert in der Blüte). Verwendet werden die oberirdischen Teile, während der Blütezeit gesammelt.



Heilkunde


Das Lungenkraut wird vor allem in der überlieferten Heilkunde verwendet. Zum ersten Mal schriftlich erwähnt wird das Lungenkraut im Mittelalter von Hildegard von Bingen. Weiterhin findet man es auch bei Paracelsus und Pfarrer Kneipp. Das Lungenkraut enthält unter anderem Schleimstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe, Saponine, Allantoin und Kieselsäure. Durch seine Inhaltsstoffe hat es eine schleimlösende und reizlindernde Wirkung. In der Überlieferung wird es, wie schon sein Name schließen lässt (und nach der Signaturenlehre die weißen Flecke auf den Blättern als Lungenbläschen), vor allem bei verschiedenen Lungenleiden, Husten, Heiserkeit und Entzündungen der Schleimhäute im Mund-Rachenraum, aber auch im Magen-Darm-Trakt sowie Durchfall eingesetzt. Zudem kann es bei der Wundbehandlung sowie bei Augenentzündungen und Hautrötungen unterstützen. Auch homöopathisch wird es heutzutage bei Atemwegserkrankungen eingesetzt.


Verwendet werden hierbei vor allem das Kraut als Tee, Pulver, Frischsaft oder Heilwein, äußerlich als Waschung oder Umschlag aus dem Aufguß. Auch die Asche der Blätter verwendete man früher vermischt mit Wasser zur Wundreinigung.




Räuchern


Das getrocknete Lungenkraut kann ebenso verräuchert werden. Es wirkt hier belebend, stimmungsaufhellend und klärt den Geist. Es bestärkt uns bei jeglichen Zweifel an der eigenen Stärke (die ja eng mit der Lunge assoziiert ist). Violett ist unter anderem die Farbe der Traurigkeit und Melancholie. Hier bringt uns das Lungenkraut in einer innere Resilienz und verleiht und wieder eine klare Sicht, die uns Dinge in ihrem größeren Kontext betrachten lässt statt uns im Kleinen zu verlieren. Es schenkt uns Zuversicht, aktiviert uns in Antrieb und Tatendrang.



Rezept - Lungenkraut Tee


Einen lungenstärkenden Tee nach Hildegard von Bingen kann man aus dem Lungenkraut wie folgt zubereiten:


2 TL zerkleinertes Lungenkraut (beziehungsweise 1 TL getrocknet)

200 ml Wasser


Das Kraut mit kochendem Wasser aufgießen. Abgedeckt für ca. 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Noch warm und eventuell mit Honig gesüßt trinken oder gurgeln.










***


HINWEIS: Die Wirkung ist schulmedizinisch nicht belegt. Es wird für gewöhnlich geraten Lungenkraut nicht über einen längeren Zeitraum (mehr als 4 bis 6 Wochen) oder in größeren Mengen einzunehmen. Diese Informationen ersetzen nicht die Beratung eines Arztes, Apothekers oder Heilpraktikers. Alle erwähnten Heilpflanzen haben wissenschaftlich belegte Wirkungen oder haben ihre Tradition in der überlieferten Heilkunde und werden schon lange erfolgreich eingesetzt.





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